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Summerschool zum Thema "Toleranz" an der Partnerhochschule IEML in Kazan - Bericht von Frau Lena Müller

Vom 25. August bis 08. September fand eine internationale Sommerschule an unserer russischen Partneruniversität in Kazan und deren Zweigstelle in Nischnekamsk zum Thema “Fundamental and Boundaries of Tolerance in Ethno-cultural and Interfaith Relations” statt.
Über die Homepage der FH Ludwigshafen erfuhr ich von dieser Sommerschule. Sowohl Thema als auch Land waren Anreiz, mich für dieses Programm zu bewerben. Durch Herrn Prof. Dr. Krieger erhielt ich Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit dem Auslandsbüro in Kazan und bekam zudem einige nützliche Informationen zu den örtlichen Gegebenheiten und der Partneruniversität vermittelt.
Die Anmeldefrist wurde glücklicherweise verlängert, sodass ich, trotz meines sehr spontanen Entschlusses, noch problemlos an der Sommerschule teilnehmen konnte. Nach unkomplizierter Bewerbung erhielt ich des Weiteren einen Zuschlag für eine Förderung beim DAAD.

Ich bin bereits zwei Tage vor dem eigentlichen Beginn von Frankfurt aus in Kazan angekommen. Meine Gastfamilie hat mich sofort mit großer Herzlichkeit aufgenommen. In den ersten zwei Tagen habe ich vor allem mit meiner Gastschwester Kazan erkundet, was sehr hilfreich war, da ich kein Russisch konnte und lediglich das Alphabet vor meiner Ankunft gelernt hatte.
Am 25.08. wurde die Sommerschule schließlich feierlich eröffnet. Anschließend ging es zum gemeinsamen, üppigen Mittagessen. Reichliche Mahlzeiten sollten von nun an für die nächsten Wochen auf der Tagesordnung stehen.
Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Fachbereichen, sodass die Thematik der Sommerschule von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet werden konnte und auch mir persönlich viele neue und interessante Einblicke und Sichtweisen geboten wurden.

Die ersten zwei Tage der Sommerschule wurden mit Sprachunterricht und verschiedenen Veranstaltungen zum Thema „Toleranz“ gefüllt.
Am ersten Wochenende wurde eine Exkursion zu einem ethnokulturellen Festival in der Nähe von Kazan unternommen. Für Unterkunft und Verpflegung wurde in bester Weise für uns gesorgt, sodass wir uns vor Ort voll und ganz auf die traditionellen Tänze, Bräuche und Musik einlassen konnten. Ein wahres Highlight dieser Sommerschule!

Bis zur Weiterfahrt nach Nischnekamsk war die Sommerschule nun wieder von einem ausgewogenen Programm aus Lehreinheiten, Sprachunterricht und kulturellen Unternehmungen, wie etwa einem Besuch im tatarischen Theater, geprägt.
In Nischnekamsk erwartete uns ein zweiter herzlicher Empfang. Die Unterbringung war wieder in Gastfamilien, in denen wir uns alle uneingeschränkt gut aufgenommen fühlten. Direkt nach der Ankunft in der Universität, besuchten wir die größte Moschee in Nischnekamsk, eine orthodoxe Kirche, sowie eine katholische Kirche.
Dieses straffe Programm war kennzeichnend für die kommenden Tage, in denen uns eine Menge geboten wurde und interessante Unternehmungen veranstaltet wurden. Ein Höhepunkt war dabei sicherlich die Diskussionsrunde mit einem Imam und einem orthodoxen Priester aus Nischnekamsk.

Auch der Trip nach Jelabuga und eine ethnografische Exkursion in umliegende Dörfer, in denen wir mit überwältigender Gastfreundlichkeit empfangen wurden, sind im Besonderen hervorzuheben.
Am vorletzten Tag bekamen wir schließlich im Rahmen einer Abschlussveranstaltung unsere Zertifikate überreicht, bevor es schließlich am nächsten Tag mit einem Zwischenstopp bei der Universität in einer Kleinstadt namens Tschistopol wieder nach Kazan ging.

An dieser Stelle möchte ich insbesondere Frau Liliya Bayanova und Herrn Oleg Dmitriewitsch Agapow nicht nur für die Organisation und Durchführung der Sommerschule danken, sondern auch für die großzügige Gastfreundschaft, die uns während der gesamten Zeit begleitet hat.

Insgesamt war die Sommerschule eine gute Möglichkeit etwas tiefer in die Geschichte und Kultur Tatarstans und Russlands einzutauchen. Ich kann jedem Studenten nur empfehlen, Gelegenheiten wie diese zu nutzen. Der Aufenthalt war für mich sowohl fachlich als auch persönlich eine interessante und spannende Erfahrung.

Frau Ilse Page
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