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Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Studienreise in die Niederlande

Gruppenfoto
Bei den internationalen Studienreisen - hier in die Niederlande - steht der internationale Austausch im Vordergrund.

Niederlande - Ähnlichen Herausforderungen aufgrund des demografischen Wandels mit anderen Lösungsansätzen in der Akutversorgung begegnen

Im Programm “Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen”, die von der Robert Bosch Stiftung gefördert wird, führte die letzte Studienreise nach Großbritannien und Norwegen diesmal in die Niederlande. Ziel der Studienreisen ist es innovative Versorgungskonzepte im Ausland aus erster Hand kennenzulernen und einen möglichen Transfer für das jeweilige Arbeitsfeld mit anderen teilnehmenden Expertinnen und Experten zu diskutieren.

Vom 26. Februar bis 2. März 2018 konnten Prof. Dr. Esther Berkemer gemeinsam mit 28 deutschen Fachpersonen, darunter Pflegende, Ärzt_innen, Therapeutinnen, Pflegewissenschaftlerinnen ausgewählte Krankenhäuser mit Vorbildcharakter in Amsterdam, Groningen, Nijmegen und Utrecht besuchen. In vielen Vorträgen wurden die Themenschwerpunkte „Seniorenfreundliche Krankenhäuser“, geriatrische Trauma-Einheiten, Umsetzung des „Hospital Elder Live Programms“ in Akutkrankenhäusern und Projekte zum  Thema „Delir und Demenz“ beleuchtet.

Das Qualitätssiegel „Seniorenfreundliche Krankenhäuser“ wurde 2013 von vier großen niederländischen Seniorenorganisationen initiiert. Hintergrund waren Erfahrungen und wissenschaftliche Studien, dass viele niederländische Krankenhäuser nicht ausreichend auf die Versorgung von Seniorinnen und Senioren vorbereitet waren. Dies führte in der Folge zu erheblichen gesundheitlichen Problemen, u.a. akute Verwirrtheit, Stürze, Medikationsfehler und Mangelernährung während eines Krankenhausaufenthaltes. Zu den wichtigsten Qualitätsaspekten zählen eine durchgehende Anwesenheit bzw. Einsatzbereitschaft geriatrisch-gerontopsychiatrisch geschulter Teams, bestehend aus Geriatern und Pflegefachpersonen unterschiedlicher Qualifikationen (Weiterbildung und Masterstudium, sog. Nurse practicioner), eine qualitativ hochwertige Pflegeüberleitung („warme overdracht“) und vernetzte Versorgungsstrukturen nach Entlassung in der Häuslichkeit. Die Überprüfung und Zuteilung des Qualitätssiegels „Seniorenfreundliches Krankenhaus“ erfolgt alle zwei Jahre. Die Ergebnisse der durchgeführten Qualitätsprüfungen in den einzelnen Krankenhäusern werden detailliert im Internet veröffentlicht.

Das Ziel einer qualitativ besseren Versorgung von älteren und kognitiv eingeschränkten Personen scheint durch kürzere Verweildauer, Prävention von Komplikationen, z.B. Delir und multiprofessionelle Teams in niederländischen Krankenhäusern damit besser umgesetzt werden zu können. Besonders beeindruckend war außerdem die Besichtigung der Intensivstation des Universitair Medisch Centrum Utrecht, bei deren Konzeption evidenzbasiertes Wissen klug mit technischer Funktionalität architektonisch zum Wohle der zu versorgenden Patienten und Patientinnen und Angehörigen umgesetzt wurde.

Die Studienreise ermöglichte einen sehr interessanten und beeindruckenden Einblick in ein anderes Gesundheitssystem und andere Lösungsansätze bei ähnlichen Herausforderungen infolge des demografischen Wandels und einer steigenden Zahl von Menschen mit Demenz in der Akutversorgung. Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der niederländischen Einrichtungen ebenso wie innerhalb der multiprofessionellen Reisegruppe war dabei gleichermaßen bedeutsam.

Kontakt:
Hochschule Ludwigshafen am Rhein
Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen
Prof. Dr. Esther Berkemer
Professur für Pflegewissenschaft
Tel. 0621/5203-554
E-Mail: esther.berkemer@ 8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8 hwg-lu.de

 

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Bei den internationalen Studienreisen - hier in die Niederlande - steht der internationale Austausch im Vordergrund.

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