Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Spektrum5

36 Technologien des Web 2.0 – insbesondere So- cial Media – zeichnen sich dadurch aus, dass der Nutzer nicht nur Informationen erhält, sondern aktiv teilnimmt: Man spricht auch vom „Mitmach-Web“. Damit ist diese Entwicklung nicht nur eine neue technologische Plattform, sondern vielmehr eine schnell wachsende soziale Bewegung. Im Gegensatz zu vielen anderen Innovationen ist dabei der Nutzerkreis nicht auf wenige Spezialisten begrenzt. Über 750 Mio. Nutzer weltweit sind auf Facebook registriert, und die prozentual am stärks- ten wachsende Gruppe in Social Media sind Men- schen über 40 Jahre. Die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben verschwimmen in Social Media – und damit vergrößert sich die Sichtbarkeit von Unternehmen in der Öffentlichkeit des Web 2.0 schlagartig. Teilweise euphorisch werden dabei die Chancen in Unternehmen gefeiert, z.B. „Peer Production“ – op- timierte Zusammenarbeit über Organisationsgren- zen hinweg, Reduktion von Hierarchien, Arbeit mit allen Anwendungen, Partnern, Kunden, Arbeit von überall zu jeder Zeit und neue persönliche Freiheit. Demgegenüber stehen Risiken, z.B. Schutz der Arbeitnehmer, Anpassungsdruck, gefährliche Of- fenlegung persönlicher oder unternehmensinterner Informationen, Unkenntnis von technischen Ein- stellungen oder der Wirkung von Äußerungen in Social Media. Während die überwiegend jüngeren „Digital Nati- ves“ technisch versiert sind, können sie oft die Be- deutung von Informationen schlecht einschätzen – und den Schaden, den sie ihrem Unternehmen und letztlich sich damit zufügen. „Digital Immigrants“ dagegen fehlen Erfah- rung, Fähigkeiten und Fertigkeiten, bisweilen einfach das Verständnis für die Abläufe und Gepflogenheiten in Social Me- dia. Sie haben Berührungsängste, fühlen sich gerade mit Blick auf die schnelle Entwicklung von Web 2.0 überfordert, arbeiten mit veralteten Denkmodellen – und lassen so Chancen aus oder begehen gravie- rende Fehler. Die sprunghaft erhöhte Transparenz von Unterneh- men im Web 2.0 einerseits und die Unerfahrenheit vieler Arbeitnehmer andererseits führen zu einer brisanten Herausforderung: mit großen Chancen und Risiken für Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen. Veränderung der Arbeitswelt durch Web 2.0-Technologien Erarbeitung eines Leitfadens für Beschäftigte von Martin Selchert und Stephanie Wendel Ein Projektvorhaben des Kompetenzzentrums Innovation und Marktorientierte Unternehmensführung der Fachhochschule Ludwigshafen hat sich bei einem Aufruf des Arbeitsministeriums Rheinland-Pfalz (MSAGD RLP) ausgezeichnet und wird aus Mitteln des ESF und des Landes gefördert. Interessierte KMU aus Rheinland- Pfalz haben die Möglichkeit, sich aktiv in das Projekt einzubringen. Web 2.0 fordert alle Arbeitnehmer heraus – aber nur wenige haben Erfahrung Forschung