8. Ludwigshafener Finanzgespräche: „ETFs, Indexfonds und Assetklassenfonds – entspannt und günstig zum Anlageerfolg“

Die Experten stellen sich den Fragen des Publikums: (v.l.) Dominique Riedl, Markus Weis, Christoph R. Kanzler und Hartmut Walz
Die Experten stellen sich den Fragen des Publikums: (v.l.) Dominique Riedl, Markus Weis, Christoph R. Kanzler und Hartmut Walz

Die 8. Ludwigshafener Finanzgespräche mit dem Thema „ETFs,  Indexfonds und Assetklassenfonds“ – trafen ganz offensichtlich einen Nerv der Zeit: Die einführenden Fachvorträge und die anschließende Expertendiskussion unter Leitung von Prof. Dr. Hartmut Walz vom Fachbereich Dienstleistungen und Consulting lockten am 04. April 2019 rund 300 Gäste an die Hochschule. Neben Veranstaltungsinitiator Hartmut Walz beleuchteten drei ausgewiesenen Experten – Dominique Riedl von der ETF-Internetplattform justETF, Markus Weis vom Indexfondsanbieter Vanguard sowie Christoph R. Kanzler vom globalen Vermögensverwalter Dimensiona – das Thema und stellten sich anschließend den Fragen des Auditoriums.

Die 8. Finanzgesprächen an der HWG Ludwigshafen standen ganz im Zeichen von Anlagevehikeln, die aktuell in aller Munde sind: „ETFs, Indexfonds und Assetklassenfonds: entspannt und günstig zum Anlageerfolg“, so lautete das Thema, das Veranstaltungsinitiator Dr. Hartmut Walz, Professor am Fachbereich Dienstleistungen und Consulting der Hochschule, gemeinsam mit drei ausgewiesenen Fachexperten beleuchtete: Dominique Riedl von der ETF-Internetplattform justETF, Markus Weis vom Indexfondsanbieter Vanguard sowie Christoph R. Kanzler vom globalen Vermögensverwalter Dimensional.

Was sind ETFs, Indexfonds oder Assetklassen-Fonds? Warum sind sie für Privatanleger so empfehlenswert? – mit diesen einführenden Fragen und den passenden Antworten startete Hartmut Walz in den Abend: „Ein Indexfonds ist eine Zusammenstellung von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder anderes, der einen bestimmten Börsenindex möglichst exakt nachbilden soll“, erläuterte Walz und ergänzte: „Soweit Indexfonds zum Börsenhandel zugelassen sind, werden sie als ETFs bezeichnet. Sie sind, ebenso wie ihre Variante der passiven Assetklassen-Fonds kostengünstig, breit diversifiziert und bestechen durch ihre Einfachheit.“ Der Anleger investiere mit diesen Produkten zudem in ein Sondervermögen; im Insolvenzfall der Investmentgesellschaft sei das Anlegervermögen also geschützt, so Walz weiter.

Wie man sein ETF-Portfolio sinnvoll aufbaut und welche Faktoren zu berücksichtigen sind, erläuterte im Anschluss Dominique Riedl, Gründer von justETF – dem führenden ETF-Portal Europas. „Über das Portal können Privatanleger einfach und übersichtlich ETFs suchen, analysieren und vergleichen“, erklärte der Experte. Zudem könne ein Anleger sein Geld einmalig oder fortlaufend in einem Sparplan anlegen und sein ETF-Portfolio mit verschiedenen Bausteinen gestalten: Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle, Immobilien oder Währungen (Geldmarkt). Dabei sei justETF als Vergleichs- und Analyseplattform mit neutralen Informationen eine gute Entscheidungshilfe, so Riedel.

Anschließend stellte Markus Weis, Chef Deutschland und Österreich des großen Fondsanbieters Vanguard, das besondere Konzept seiner Gesellschaft vor, das auf einer genossenschaftsähnlichen Konstruktion beruht. So gehört das Unternehmen quasi seinen Anlegern; Überschüsse werden in Form von Preissenkungen an die Kunden weitergegeben. Dabei finden sich die Vorteile von Indexfonds laut Weis für den Privatanleger in den Vanguard-Fonds besonders konsequent umgesetzt: eine weltweite Streuung der einzelnen Wertpapiere in den Fonds zu geringen Kosten.

Christoph R. Kanzler, Chef Deutschland und Schweiz des ebenfalls global tätigen Vermögensverwalters Dimensional, empfahl in seinem bewusst provokant gehaltenen Vortrag ebenfalls ETFs, Indexfonds oder Assetklassen-Fonds. Jeder Erwerbstätige leiste täglich seinen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand und solle deshalb auch an der  erwirtschafteten Rendite teilhaben. Während jedoch die Aktienmärkte in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche Renditesteigerung von über 9 Prozent aufgewiesen hätten, seien davon beim deutschen Anleger gerade mal rund 1,5 Prozent angekommen, erläuterte Kanzler die momentane Anlagesituation. „Das vergleichsweise kostenarme und leistungsfähige Angebot von ETFs, Indexfonds oder Assetklassen-Fonds bietet hier einen Ausweg, denn damit kommt ein erheblich höherer Anteil der Marktrendite beim Privatanleger an“, so Kanzler.

Im zweiten Teil des Abends lag der Fokus auf den Fragen des Publikums: Gemäß dem Motto „Sie fragen, wir antworten“ standen die Referenten sachkundig und allgemeinverständlich Rede und Antwort – ein Format, das das Auditorium  an den Finanzgesprächen sehr schätzt: „Der direkte Austausch mit den Experten ist durch nichts zu ersetzen“, meinte ein Zuhörer. „Es ist toll, dass sich die Referenten so offen auch kritischen Fragen stellen“, meinte eine andere Teilnehmerin. Man fühle sich dadurch ernst genommen.

Prof. Dr. Hartmut Walz lehrt Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule in Ludwigshafen; sein Spezialgebiet ist die Schnittstelle zwischen Ökonomie und Psychologie. Er ist Autor von über 200 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und mehrerer Fachbücher. Sein neuestes Buch „Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen“ ist 2018 in 2. Auflage im HAUFE-Verlag erschienen.

Die nächsten Finanzgespräche finden am 7. November 2019 um 19.00 Uhr in der Aula der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen statt und widmen sich dem Thema: „Konstruktive Crashgedanken – Fakten, Szenarien und Wohlfühlstrategien“. Anmeldungen unter: Finanzgespraeche@ 8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8 hwg-lu.de.

Fachkontakt:
Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
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Prof. Dr. Hartmut Walz
E-Mail: Finanzgespraeche@ 8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8 hwg-lu.de

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