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Fachtagung Gesundheitsförderung & Prävention in der Pflege trifft Nerv beim Pflegepersonal

(v.l.) Tagungsorganisatorin Andrea Kuhn, Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Mudra und Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm (MSAGD) (Bild: HWG LU)
(v.l.) Tagungsorganisatorin Andrea Kuhn, Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Mudra und Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm (MSAGD) (Bild: HWG LU)
Alle Kooperationspartner der Fachtagung erläuterten bei der Eröffnung die Beweggründe ihres Engagements. (Bild: HWG LU)
Alle Kooperationspartner der Fachtagung erläuterten bei der Eröffnung die Beweggründe ihres Engagements. (Bild: HWG LU)
Volles Haus bei der Fachtagung Gesundheitsförderung (Bild: HWG LU)
Volles Haus bei der Fachtagung Gesundheitsförderung (Bild: HWG LU)

Um die Stärkung der psychischen Gesundheit von Pflegepersonal ging es bei der 2. Fachtagung „Gesundheitsförderung & Prävention in der Pflege“, die am 13. Februar 2020 an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) im Rahmen der Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0 des Landes Rheinland-Pfalz stattgefunden hat. Psychische Belastungen durch Arbeitsüberlastung, Zeitdruck und steigende verbale und körperliche Aggression machen einen hohen Anteil der gesundheitlichen Risiken aus, die der Pflegeberuf mit sich bringt. Dem entgegenzuwirken, hat sich Tagungsorganisatorin Andrea Kuhn vom Forschungsnetzwerk Gesundheit der HWG LU gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern – der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), der Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP) sowie der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz – auf die Fahnen geschrieben. Und die Veranstalter scheinen damit einen Nerv bei den Pflegenden getroffen zu haben. Denn wie schon bei der ersten Fachtagung in 2019 konnte die Fachtagung 2020 mit rund 250 Teilnehmenden ein volles Haus verbuchen und mit Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm erneut einen Vertreter des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) Rheinland-Pfalz begrüßen.

In seinem Grußwort betonte der Staatssekretär die immense gesellschaftliche Bedeutung der Pflege: „Was hier geleistet wird – von den Pflegenden wie von den Führungskräften – verdient unbedingte Anerkennung und Respekt der ganzen Gesellschaft.“ Entsprechend zentral gesetzt sei auch die Situation der Pflege in Hinblick auf die Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0 des Landes Rheinland-Pfalz. „Attraktive Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen setzen ein gesundes und gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld voraus. Es ist sehr wichtig, dass es gelingt, das Potenzial an unterstützenden Möglichkeiten, das wir im Land haben, abzurufen und zielgerichtet im Umgang mit Belastungen in der Pflegearbeit einzusetzen. Mit der Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0 sind wir hier gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern im Handlungsfeld ‚Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten erhalten und stärken‘ auf einem guten Weg“, so Dr. Alexander Wilhelm.

Unter der Leitfrage „Kultur der Gesundheit und Sicherheit im Pflegeberuf – Pflege wirkt!“ standen bei der Fachtagung vor allem Praxisinstrumente für den Berufsalltag in der Pflege im Vordergrund. Dabei wurden u.a. die Themen Gewaltprävention in der Psychiatrie und in der Pflege, wertschätzende Unternehmenskultur, Konfliktbewältigung, Berufsordnung als Unterstützung im Praxisalltag oder Pflegeethik, Professionalität und Wertschätzung als Bausteine guter Pflegepraxis vorgestellt und anschließend in verschiedenen Praxisworkshops im kollegialen Austausch diskutiert und konkretisiert.

„Mit dieser 2. Fachtagung greifen wir die Themen, die den Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern 2019 besonders am Herzen lagen, vertiefend auf und geben ganz konkrete Beispiele zur Umsetzung in ihre jeweilige Praxis. Es ist uns wichtig den Pflegenden zu zeigen: Wir haben Ihr Anliegen verstanden!“, erläuterte Organisatorin Andrea Kuhn vom Forschungsnetzwerk Gesundheit der Hochschule. Gleichzeitig appellierte Kuhn aber auch an die Tagungsgäste, selbst aktiv zu werden und professionelles Selbstverständnis und Forderungen des Berufsstandes selbstbewusst zu artikulieren – nicht nur in 2020, dem internationalen „Jahr der Pflegenden und der Hebammen“. Auch Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Mudra ermunterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, „die Botschaften dieser Tagung in die Zivilgesellschaft, die Politik und ins eigene Arbeitsumfeld zu tragen.“

Ziel der im Rahmen der Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0 des Landes Rheinland-Pfalz stattfindenden Tagungsreihe ist es, Pflegende aus der Praxis, der Wissenschaft, dem Management, der Lehre und der Ausbildung ins Gespräch zu bringen und gemeinsam Innovationen zum Wohl der Pflegenden wie der Menschen mit Pflegebedarf anzustoßen. Kooperationspartner sind dabei neben der HWG LU die Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP), die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Die Abstracts der Tagungsbeiträge finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie außerdem auf der Homepage des Forschungsnetzwerks Gesundheit unter: https://forschungsnetzwerk-gesundheit.hwg-lu.de

Fachkontakt:
Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Andrea Kuhn
Koordinatorin Forschungsnetzwerk Gesundheit
Tel. 0621/5203-244
E-Mail: andrea.kuhn@ 8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8 hwg-lu.de

(v.l.) Tagungsorganisatorin Andrea Kuhn, Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Mudra und Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm (MSAGD) (Bild: HWG LU)
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