Wojtek Kulczycki, PhD (Jg. 1986) unterstützt ab 1. September 2026 als Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Nachhaltigkeitsmanagement das Team des Fachbereichs Management, Controlling, HealthCare. Nach dem Studium der BWL an der Uni Mannheim promovierte der Diplom-Kaufmann an der TU München mit Fokus auf Corporate Social Responsibility. Hier war er nach Auslandsaufenthalten an der UFRJ in Rio de Janeiro (Visiting Scholar 2014) und der UC Berkeley (Visiting Scholar 2016) anschließend auch als Post Doc tätig. Als Unternehmensberater bei h&z Management Consulting sammelte er weitere Berufserfahrung, bevor er 2021 als Senior Manager Sustainability an die BASF SE wechselte. Von 2023 bis 2026 verantwortete er den Sustainability-Bereich beim ADAC. Hier stellt sich Wojtek Kulczycki im Interview näher vor:
Welche Aufgaben umfasst Ihre neue Position?
Als Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Nachhaltigkeitsmanagement vertrete ich das Fachgebiet in Lehre und Forschung. Inhaltlich reicht das Spektrum von Responsible Management, Sustainable Finance und Nachhaltigkeitscontrolling über ESG-Reporting bis hin zur nachhaltigen Transformation von Unternehmen. Dazu gehören neben Lehre und Forschung auch der Ausbau von Praxiskooperationen in der Region, die Betreuung von Abschlussarbeiten sowie die ganzheitliche Weiterentwicklung des Themas zusammen mit den Kolleg:innen an der HWG.
Was reizt Sie an der neuen Stelle besonders?
Die Verbindung von akademischer Tiefe und unternehmerischer Praxis rund um das Thema Nachhaltigkeit – genau das habe ich in über 15 Jahren bei BASF, ADAC, in der Beratung sowie in der akademischen Welt gelebt. Ich möchte diese Erfahrung an Studierende der HWG weitergeben und das Thema Nachhaltigkeit für sie erlebbar machen, statt reine Theorie zu lehren.
Was sind die ersten Ziele, die Sie sich gesteckt haben?
Nachhaltigkeit gerät derzeit politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich zunehmend ins Hintertreffen, dabei bleibt sie eine der größten Transformationsaufgaben unserer Zeit, und das in ihrer ganzen Vielschichtigkeit. Es geht nicht nur um Klimawandel, dessen Folgen durch Hitzeperioden und Dürren immer sichtbarer werden, sondern ebenso um soziale Aspekte wie Menschenrechte und faire Lieferketten. Diese Herausforderung können wir nur gemeinsam bewältigen, deshalb will ich Studierende dafür begeistern, das Thema ganzheitlich zu verstehen und in die Wirtschaft zu tragen.
Was haben Sie vor Ihrem Amtsantritt in Ludwigshafen beruflich gemacht?
Nach meiner Promotion mit Fokus auf CSR an der TU München war ich branchenübergreifend in der Wirtschaft tätig, immer mit Fokus auf nachhaltige Unternehmensführung und -transformation – unter anderem bei BASF und in der Managementberatung. Zuletzt war ich als Head of Sustainability beim ADAC mit seinen über 22 Millionen Mitgliedern tätig und habe die „gelben Engel“ ein Stück grüner gemacht.
Warum fiel Ihre Wahl auf die HWG LU?
Der Name sagt eigentlich schon alles: Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft – genau das Spannungsfeld, in dem sich Nachhaltigkeit abspielt. Dazu kommt ein Kollegium, das Nachhaltigkeit nicht nur mitdenkt, sondern aktiv vorantreibt: Die Hochschule schärft kontinuierlich gezielt ihr Profil rund um Energie, Technologie und Nachhaltigkeit. Das ist kein Lippenbekenntnis, sondern ein echtes Commitment, sich den relevanten Zukunftsthemen zu stellen und genau da will ich mit meiner Praxiserfahrung andocken und den Weg in Zukunft mitgestalten.
Ganz herzlichen Dank!


