Prof. Dr. Mario Krist (Jg. 1975) hat seit 1. September 2026 die Professur für Unternehmensfinanzierung und Finanzdienstleistungen am Fachbereich Dienstleistungen und Consulting inne. Nach dem Studium in Würzburg und Gießen, wurde er 2008 zum Thema ‚Internationalization and Firm Perforance‘ an der Jacobs University Bremen promoviert und war zudem als Research-Fellow gemeinsam mit Psycholog*innen und Soziolog*innen an der interdisziplinären „Research-Unit for Entrepreneurship“ in Gießen tätig. In dieser Zeit hatte Krist zudem Lehraufträge an der Universität Bozen, Italien, und seit 2024 an der Cologne Business School inne. Nach der Promotion startete Dr. Mario Krist 2008 im zentralen Controlling der Bayer AG in Leverkusen, bevor er von 2011 bis 2025 in der Covestro AG mit zunehmender Verantwortung in Finance Funktionen tätig war. U.a. leitete er die M&A Abteilung, inkl. des Aufbaus einer Organisation von Grund auf. Zuletzt beschäftigte er sich im Zuge mehrerer Transformationsprogramme mit finanzwirtschaftlichen Fragestellungen aus dem Blickwinkel der Kreislaufwirtschaft, der Digitalisierung und unter dem Gesichtspunkt von Effizienzsteigerungen. Hier stellt sich Prof. Dr. Mario Krist in seiner neuen Funktion als Professor für Unternehmensfinanzierung und Finanzdienstleistungen im Gespräch kurz vor:
Seit Anfang September 2026 sind Sie als Professor für Unternehmensfinanzierung und Finanzdienstleistungen an der HWG LU. Hatten Sie einen guten Start?
Ja, ich hatte einen Start, wie man ihn sich nur wünschen kann. Vor allem beeindruckt hat mich die Offenheit und Herzlichkeit alles Mitarbeitenden an der HWG LU, denen ich bisher begegnen durfte. Ich hatte das Glück, schon im Sommersemester 2026 mit einem Lehrauftrag in begrenztem Umfang zu starten, so dass es jetzt für mich kein Kaltstart ist, sondern mir bestimmte Prozesse vertraut sind. Das ermöglicht es mit nochmals besser, mich jetzt direkt mit Inhalten und Lehre zu beschäftigen.
Die Neugierde und Aufgeschlossenheit der Studierenden haben mir den Start leicht gemacht, was ja nicht ganz unwichtig ist, wenn man nach langer Zeit in der Praxis wieder seinen Fokus auf akademische Lehre richtet.
Welche Aufgaben umfasst Ihre neue Position?
Ich übernehme die Professur für Allgemeine BWL, insb. Unternehmensfinanzierung und Finanzdienstleistungen, die bislang Herr Prof. Dr. Hartmut Walz begleitet hat, bei dem ich mich an dieser Stelle auch nochmals herzlich für die sehr angenehme und herzliche Aufnahme bedanken möchte. Die Lehrtätigkeit umfasst eine breite Palette von Themen von Grundlagenveranstaltungen im Bachelorstudium, hin zu spezifischeren Themen wie Behavioral Finance oder finanzwirtschaftlichen Fragestellungen aus dem Bereich von Mergers & Acquisitions. Wichtig ist mir neben der Entwicklung in Lehre und Forschung auch der Ausbau von Praxiskooperationen.
Was reizt Sie an der neuen Stelle besonders?
Die Leidenschaft für Hochschuldidaktik begleitet mich seit meiner Promotion. Umso glücklicher bin ich daher, dass ich nach mehr als 15 Jahren in der Praxis nunmehr die Chance erhalten habe, dorthin zurückzukehren und daran anzuknüpfen.
Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner langjährigen Praxiserfahrung in verschiedenen Führungsfunktionen im Finance Bereich eines globalen DAX Konzerns wichtige Impulse für die Entwicklung der Professur und der Hochschularbeit geben kann. Darauf freue ich mich sehr. Die Verknüpfung zwischen konzeptionellem Denken und Implementierung ist seit jeher dabei zentral für mich. Auf dieser Basis bin ich überzeugt, mit meiner Fachkompetenz den Studierenden aktuelles Praxiswissen vermitteln zu können
Was sehen Sie als besondere Herausforderung?
Die besondere Herausforderung sehe ich darin, Studierenden näher zu bringen, dass Finance viel mehr ist als reine Zahlenwelt. Es spiegelt sich darin vielmehr das Ergebnis wirtschaftlichen Handelns als quantitative Abbildung des Unternehmensgeschehens wider. Das Verständnis und das Erkennen von Zusammenhängen innerhalb eines Unternehmens ist dafür zentral. Im Zusammenspiel mit der Umwelt ist das für mich eine Quitnessenz, die ich Studierenden gerne vermitteln möchte.
Was haben Sie vor Ihrem Amtsantritt in Ludwigshafen beruflich gemacht?
Zentral für die zukünftige Tätigkeit ist sicherlich meine Erfahrung als Leiter der M&A Abteilung und die Durchführung von mehreren – teils sehr komplexen – Transaktionen weltweit. Zudem habe ich mich im Zuge mehrerer Transformationsprogramme der vergangenen Jahre intensiv mit sehr unterschiedlichen Facetten finanzwirtschaftlicher Fragestellungen auseinandergesetzt, sei es aus dem Blickwinkel der Kreislaufwirtschaft, der Digitalisierung oder unter dem Gesichtspunkt von Effizienzsteigerungen.
Warum fiel Ihre Wahl auf die HWG LU?
Hochschuldidaktik und die Förderung junger Talente ist mir durch die gesamte Zeit meiner Karriere eine Herzensangelegenheit. Die große Bandbreite an Hintergründen und Erfahrungen der Studierenden hier in Ludwigshafen ist etwas, was mich besonders antreibt.
Außerdem war ich rheinabwärts über 15 Jahre in einem globalen Chemiekonzern tätig. Zu vielen der treibenden ökonomischen Fragen der Region Ludwigshafen bringe ich Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis mit. Auch zukünftig möchte ich durch enge Vernetzung mit der Praxis am Puls der Zeit bleiben.
Ganz herzlichen Dank!



