Die 26. European Accountancy Week (EAW) fand vom 9. bis zum 14. März 2026 an der Universität Girona in Spanien statt. Die EAW ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung des Netzwerks ETAP (European Taxation and Accounting in Practice), bei der Studierende aus dem Bereich Accounting & Finance aus verschiedenen europäischen Hochschulen zusammenkommen, um sich fachlich und kulturell auszutauschen. In diesem Jahr nahmen insgesamt 103 Studierende und 25 Dozierende aus 17 Hochschulen Europas teil.
Bereits einige Wochen vor Beginn der Woche wurden wir in internationale Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bestand aus Studierenden aus vier verschiedenen Ländern. In diesen Teams arbeiteten wir schon vor der Reise gemeinsam an einer Financial Analysis eines Unternehmens, die wir vor Beginn der Woche einreichen mussten. Dadurch entstand bereits im Vorfeld ein erster Austausch innerhalb der Gruppen, der die Zusammenarbeit während der Woche erleichterte.
Die Anreise zur EAW wurde von allen Teilnehmenden selbst organisiert. Wir entschieden uns für die Anreise mit dem Flugzeug. Am Flughafen wurden wir von den sogenannten „Nannies“ abgeholt, die uns anschließend zum Hotel brachten, in dem alle Teilnehmenden während der Woche untergebracht waren. So begann die Woche direkt mit dem ersten Kennenlernen der anderen Studierenden.
Offiziell startete das Programm mit der Opening Ceremony, bei der sich die einzelnen Hochschulen kurz vorstellten. Jede Delegation hatte dafür eine kleine Präsentation vorbereitet. Dadurch bekam man schnell einen Eindruck davon, aus welchen Ländern und Hochschulen die Teilnehmenden kamen. Anschließend folgte ein Cultural Game, bei dem die Teams gemeinsam Aufgaben lösen mussten. Am Abend fand außerdem die Tasting Ceremony statt: Jede Delegation brachte typische Spezialitäten aus ihrem Heimatland mit, die anschließend gemeinsam probiert wurden. Das sorgte direkt zu Beginn für viele Gespräche und eine sehr angenehme Stimmung unter den Teilnehmenden.
Nach diesem Einstieg rückte in den folgenden Tagen der akademische Teil stärker in den Mittelpunkt. Die Vorlesungstage waren jeweils ähnlich aufgebaut: Zunächst wurden in einer Vorlesung die theoretischen Inhalte zu Assets, Liablities und Equity vorgestellt, bevor wir diese anschließend in Workshops direkt in unseren internationalen Gruppen anwenden konnten. Diese Mischung aus Theorie und praktischer Arbeit machte es leichter, die Inhalte zu verstehen und gleichzeitig voneinander zu lernen.
Neben dem akademischen Programm fanden an den jeweiligen Tagen verschiedene kulturelle Aktivitäten statt. So besichtigten wir am Dienstag die Universität in Girona und nahmen anschließend an einer Stadtführung durch die Altstadt teil. Dabei hatten wir auch die Gelegenheit, die regionale Spezialität Xuixo zu probieren. Mittwochs besuchten wir ein Weingut inklusive Weinprobe. Anschließend wurde uns außerdem der regionale Traditionssport der Human Towers nähergebracht, der ein wichtiger Teil der katalanischen Kultur ist.
Der Donnerstag bot noch einmal Raum, um sich intensiver mit der gemeinsamen Gruppenarbeit zu beschäftigen. Am Vormittag arbeiteten wir weiter an unserer Financial Analysis und bereiteten daraus eine Präsentation vor. Diese stellten wir schließlich am Freitag vor den Professorinnen und Professoren vor. Nachmittags erhielten wir zudem eine Präsentation des Unternehmens Bio Iberica, die sehr interessant und informativ war und spannende Einblicke in das Unternehmen gegeben hat. Nach dem arbeitsintensiven Teil ließen wir den Tag gemeinsam mit den anderen Studierenden und den Nannies bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.
Den Abschluss der Woche bildete am Samstag die Closing Ceremony. Dort wurden verschiedene Preise verliehen, unter anderem für den Best Team Spirit, die beste Präsentation sowie die Kategorie Most Professional. Außerdem wurde ein Film mit Eindrücken aus der gesamten Woche gezeigt, der viele der gemeinsamen Momente noch einmal festhielt.
Es war eine Woche voller besonderer Erlebnisse und Eindrücke, die sie unvergesslich machen. In dieser Zeit konnten viele neue Kontakte geknüpft werden und aus zunächst fremden Gesichtern wurden schnell vertraute Begegnungen. Am Ende der Woche hatte man das Gefühl, sich schon deutlich länger zu kennen. Für uns war die European Accountancy Week daher ein echtes Highlight unseres Studiums. Wir können jedem Studierenden nur ans Herz legen, diese Erfahrung selbst zu machen. Neben den fachlichen Inhalten nimmt man vor allem viele neue Eindrücke, internationale Kontakte und gemeinsame Erinnerungen mit.
Abschließend möchten wir uns bei allen bedanken, die diese Woche möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Axel Kihm und der betreuenden Masterstudentin Israa Salameh, die uns während der Organisation, Vorbereitung und Durchführung begleitet haben. Wir haben uns jederzeit sehr gut betreut und aufgehoben gefühlt. Ebenso möchten wir uns bei den Nannies bedanken, die immer zur Stelle waren, die Aktivitäten begleitet und mit viel Engagement dazu beigetragen haben, dass diese Woche für uns alle zu einem so besonderen Erlebnis geworden ist. Ohne sie wäre die EAW sicher nicht das gewesen, was sie für uns war.
Autorinnen: Ilka Frech und Olivia Kolodziej
Bilder: Anne Vanmaercke






