Masterstudiengang Soziale Arbeit (Master of Arts)

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Der konsekutive Masterstudiengang Soziale Arbeit wird seit dem Sommersemester 2012 am Fachbereich IV der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen angeboten. Der Studiengang M.A. Soziale Arbeit wurde mit Siegel des Akkreditierungsrates akkreditiert.

Aktuelle Informationen

Klara Marie Faßbinder Gastprofessur am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen

Der Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen ist in diesem Sommersemester Gastgeber der Klara Marie Faßbinder Gastprofessur. Wir freuen uns, dass in diesem Rahmen Prof. Dr. Sina Motzek-Öz an der Hochschule zu Gast ist und auch im Masterstudiengang Soziale Arbeit eine Lehrveranstaltung anbieten wird:

"MASA02b4 - Methodenwerkstatt I Erhebung und Dokumentation: Forschen im Kontext von Mehrsprachigkeit und Interkulturalität"

Forschung stellt eine Form sozialer Interaktion dar. Sie ist hierarchisch geprägt und wird von unterschiedlichen gesellschaftlichen Diskursen beeinflusst. In den Phasen der Entwicklung von Erhebungsinstrumenten, des Feldzugangs, der Erhebung, der Transkription und der Auswertung von (qualitativen) Daten treffen Forschende vielfältige Entscheidungen, z.B. hinsichtlich der Sprache. Die Sozial- und Erziehungswissenschaften machen diese Entscheidungen und damit einhergehende Machtdynamiken zunehmend transparent und diskutieren Ansätze von mehrsprachiger und interkultureller Forschung. Angestrebt wird nicht nur, Forschung mit bestimmten migrantischen Gruppen zu ermöglichen (durch eine Berücksichtigung von oft national definierter Herkunftskultur und ‚Muttersprachen‘). Vielmehr sollen auch Mehrfachidentitäten, komplexe Sprachbiographien sowie die Bedeutung von Mehrsprachigkeit in den Lebenswelten von Beforschten sowie die eigene Positioniertheit als Forschende reflektiert werden. Im Workshop werden diese Dynamiken in den unterschiedlichen Phasen des Forschungsprozesses anhand von empirischen Beispielen aus interkulturell und mehrsprachig angelegten Forschungsprojekten und in kleinen Übungen veranschaulicht und diskutiert."

Neben den üblichen drei Methodenwerkstätten wird die Veranstaltung ein viertes Angebot darstellen und wie alle Lehrveranstaltungen zunächst online stattfinden. Bald finden Sie die Veranstaltung auch in LSF/HIS. Den Kurs finden Sie als Studierende zudem wie alle anderen Kurse bei Open Olat und er ist dort buchbar.

Sina Motzek-Öz hat im Sommersemester die Klara Marie Faßbinder Professur für Frauen- und Geschlechterforschung inne. Sie war vorher Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Sozialwesen an der Universität Kassel und beschäftigt sich mit Diversität und Differenz in Forschung und Praxis Sozialer Arbeit, Migration & Transnationalität, (psychische) Gesundheit, Mehrsprachigkeit & Übersetzung in qualitativer Forschung.

Die Klara Marie Faßbinder Gastprofessur für Frauen- und Geschlechterforschung wird semesterweise besetzt und rotiert zwischen den rheinland-pfälzischen Hochschulen. Ziel der Gastprofessur ist es, das Renommee dieses Forschungsbereiches zu stärken, Impulse für die Frauen- und Genderforschung zu setzen sowie das Lehrangebot zu erweitern und das Netzwerken zwischen Wissenschaft und Studierenden zu ermöglichen.

Methodenwerkstätten in MASA 02

Die Methodenwerkstätten in MASA 02 sind für alle Studierenden offen, auch für diejenigen, die MASA 02 bereits absolviert haben. Wenn z.B. durch die Arbeit an der Masterthesis Bedarfe bezüglich Methodenreflexion oder Arbeit mit Daten entstehen, sind Sie herzlich eingeladen, die Lehrenden in MASA 02 anzusprechen, Bedarfe und Möglichkeiten abzuklären und an den Sitzungen teilzunehmen. Die Sitzungstermine werden, sobald bekannt, auf der Homepage des Studienganges und am Schwarzen Brett des Studienganges (im kleinen Gang vor der Aula) bekannt gegeben, sind aber in den meisten Fällen auch im Vorlesungsverzeichnis zu finden.

WICHTIG: Bitte informieren Sie sich regelmäßig, z.B. im Vorlesungsverzeichnis im Portal LSF, bei Lehrenden oder auf der Homepage des Studienganges über weitere Termine und mögliche Änderungen.

Profil

Der sozialwissenschaftlich fundierte Masterstudiengang Soziale Arbeit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft ist forschungsorientiert. Interessierte Studierende können hier gemeinsam mit engagierten Lehrenden Soziale Arbeit in ihren gesellschaftlich-institutionellen (Selbst-)Einbindungen, Konflikt- und Spannungsverhältnissen erforschen.  Aus (herrschafts-)kritischer Perspektive analysieren und reflektieren sie diese Verhältnisse sowie Positionen der Akteur*innen darin und loten Möglichkeiten für Überschreitungen ideologischer und struktureller (Selbst-) Begrenzungen aus.

Aktuelle tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen in immer wieder zu analysierenden Regimes herrschaftlicher Neustrukturierung und autoritärer Regulierung von gesellschaftlichen Konflikten treffen Menschen in ihren Möglichkeiten einer möglichst selbstbestimmten und partizipativen Lebenspraxis. Sie verschärfen darüber hinaus die Widersprüche in denen Soziale Arbeit – diese Widersprüche auch häufig (re-)produzierend – agiert. Gerade Formen Sozialer Arbeit, die darauf zielen, die Handlungsfähigkeit von Menschen in ihren Lebenswirklichkeiten zu stärken, werden durch diese Entwicklungen vor neue Herausforderungen gestellt.

Im Zentrum des Masterstudiengangs steht ein intensiv betreutes Praxisforschungsprojekt, welches - neben der Vertiefung der Fähigkeit wissenschaftlicher Reflexion – der Bearbeitung eigener sozialarbeiterischer Fragestellungen und Interessen dient. Hier werden für Felder Sozialer Arbeit interessante Forschungsprojekte durchgeführt, deren Inhalte in den Vorlesungsverzeichnissen und hier zu finden sind. Weitere Schwerpunkte des Studiengangs stellen die Theoriemodule zu Sozialer Arbeit, zu Alltag und Subjekt und zu gesellschaftlichen Bedingungen und Wechselwirkungen dar.

Lehren und Studieren am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft ist eingebettet in eine Fachbereichskultur, die Reflexivität, Diskussionsfreude, konstruktives Miteinander von Studierenden und Lehrenden sowie politische Beteiligung und Räume für studentische Mitgestaltung fördert.

Die Strukturen des Studienganges ermöglichen Studienverläufe an die persönliche Studiensituation anzupassen und in diesem Sinne individuell-flexibel zu studieren.

 

Qualifikation und Abschluss

Der Studiengang zielt auf vertiefte forschungs- und handlungsmethodische Fähigkeiten sowie Kompetenzen in der Projektentwicklung, Projektorganisation und -durchführung. Eigene (Praxisforschungs-)Projekte werden durchgeführt und eng begleitet. Mit der Vermittlung von Kompetenzen in Analysefähigkeit, Projektorganisation und Reflexion qualifiziert der Studiengang für die Arbeit in Einrichtungen und Verbänden der Sozialen Arbeit, in der Sozialadministration, in Non-Profit-Organisationen, Fachhochschulen und im Bereich der Wirtschaft und eröffnet den Zugang zum Höheren Dienst.

Reflexion von Wissenschaft und Praxis Sozialer Arbeit bereitet die Absolvent*innen auf die Arbeit z.B. als Fachreferent*in, Berater*in oder wissenschaftliche Mitarbeiter*in vor. Der Abschluss des Masterstudienganges schafft die Voraussetzung für die Möglichkeit der Promotion.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird den Absolventinnen und Absolventen der akademische Grad "Master of Arts (M.A.)" verliehen.

Aufbau

Das Studium ist als 3-semestriges Vollzeitstudium konzipiert. Es besteht die Möglichkeit, den Studiengang in individuell flexiblen Modellen zu studieren. Für diesbezügliche Beratung wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Das Studium besteht aus 6 Modulen:

Modul 1: Forschung und Theoriebildungen in der SozialenArbeit

Modul 2: Angewandte Praxisforschung

Modul 3: Subjektorientierte Perspektiven und Soziale Arbeit

Modul 4: Gesellschaftliche, sozialpolitische und institutionelle Bedingungen und Wechselwirkungen der Sozialen Arbeit

Modul 5: Soziale Arbeit als Institution und professionelle und wissenschaftliche Praxis – Reflexion und Öffnung

Modul 6: Masterthesis und Sozialforschung

Aufbau Masterstudiengang Soziale Arbeit Regelstudienzeit

Studieninteressierte/Bewerber*innen

Achtung modifiziertes Bewerbungsverfahren für Bewerbungen zum Sommersemester 2020:

Das Bewerbungsverfahren im Masterstudiengang Soziale Arbeit (M.A.) wurde administrativ vereinfacht. Durch Aufhebung der Zulassungsbeschränkung ist es möglich, dass Bewerber*innen, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen und alle Bewerbungsunterlagen vollständig sowie fristgerecht einreichen, direkt in den Studiengang immatrikuliert werden.

Nach Registrierung und Ausfüllen im Online-Portal - weitere Informationen - sind der ausgedruckte Antrag und Bewerbungsunterlagen an das Bewerbungsmanagement zu schicken. Bei Erfüllen der Zugangsvoraussetzungen, werden Sie direkt immatrikuliert ggf. entscheidet der Prüfungsausschuss über eine Immatrikulation.

Bei Fragen zum Bewerbungsprozess finden Sie als Studieninteressierte beim Bewerbungsmanagement die notwendigen Informationen und Kontakte des StudierendenServiceCenters (SSC).

Hier finden Sie zudem Informationen zu Zugangsbedingungen sowie Bewerbungs- und Antragsunterlagen. Sobald das Portal geöffnet ist, finden Sie hier aktualisierte Fristen und Informationen. Auf dieser Seite steht Ihnen der Link zur Onlinebewerbung zur Verfügung (das Portal wird frühestens Mitte, spätestens jedoch Ende November geöffnet). Da im Masterstudiengang Soziale Arbeit nur einmal jährlich zum Sommersemester immatrikuliert wird, ist der Bewerbungsschluss stets der 31.01.

Sollten Sie inhaltliche Fragen zum Studiengang haben (Aufbau, Praktika, Unterstützungsangebote während des Studiums etc.), so wenden Sie sich an die Fachberatung (Kontakt siehe rechte Seitenleiste).

Studierende

Alle Informationen für Studierende im ersten Semester finden Sie auf der Erstsemesterinformationsseite.

Allgemeine Informationen für Ihr Studium (Ansprechpartner_innen, Auslandstätigkeiten, Bibliothek, Studierendenvertretung etc.) erhalten Sie hier.

Für die studiengangsspezifische Seite für Prüfungsangelegenheiten klicken Sie bitte hier.

Bei Nachfragen oder individuellen Beratungsbedarf wenden Sie sich einfach telefonisch, per E-Mail oder persönlich bei der Studienfachberatung (Kontakt siehe rechte Seitenleiste).