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NCU meets HWG LU – Geburtshilfe in Japan und Deutschland im Vergleich

Japanischer Besuch im SkillsLab
Auch ein gemeinsamer Besuch der Skills Labs stand auf dem Programm. (Bild: HWG LU)

Am 26.03.2024 bekam die HWG LU Besuch von der Nagoya City University, kurz NCU, aus Japan.

Das Treffen von drei Lehrenden und drei Masterstudierenden aus Japan mit Lehrenden und Studierenden des Fachbereichs Sozial- und Gesundheitswesen sowie Mitarbeitenden des International Office und des Ostasieninstituts fand in den Räumlichkeiten des Fachbereichs in der Maxstraße statt und widmete sich vornehmlich dem Thema Hebammenwissenschaft.
Die beiden Institutionen verbindet im Bereich Betriebswirtschaftslehre bereits eine rund 15-jährige Zusammenarbeit. Diese partnerschaftlichen Beziehungen sollen nun um den Bereich der Geburtshilfe erweitert werden. Entsprechend standen bei dem Treffen die Ausbildung von Hebammen, Versorgungsaspekte und Forschungsschwerpunkte im deutsch-japanischen Vergleich im Mittelpunkt.

Das Programm beinhaltete unter anderem die gegenseitige Vorstellung der beiden Hochschulen, Vorträge von Lehrenden und Masterstudierenden beider Seiten sowie einen Besuch im Skills Lab der HWG LU. Vor allem die Studienprogramme im Bereich der Hebammenwissenschaft und die Forschungsschwerpunkte der beiden Fakultäten standen im Fokus des Austauschs: An der NCU absolvieren die Studierenden zunächst einen achtsemestrigen Bachelor im Bereich der Pflegewissenschaft, um dann in einem viersemestrigen Masterstudiengang die Berufszulassung als Hebammen zu erwerben. Danach ist es an der NCU möglich, einen PhD anzuschließen. Hebammen arbeiten in Japan vor allem angestellt in öffentlichen und privaten Kliniken. Ein kleiner Teil arbeitet freiberuflich in der außerklinischen Geburtshilfe. Im öffentlichen Gesundheitssystem gibt es Stellen für Hebammen mit erweiterten Kompetenzen einer s.g. Advanced Practice Midwife. Forschungsschwerpunkte der NCU im Bereich Hebammenwissenschaft sind die Betreuung von Frauen bei assistierter Reproduktion und in der Begleitung von Fehlgeburten, sowie die Rolle der Hebammen im Rahmen von Aufklärung im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit.

Besonders interessant fanden beide Seiten die unterschiedlichen Rahmenbedingungen des Hebammenstudiums. Während an der HWG LU die Studierenden im Rahmen ihres dualen Studiums Studienentgelte erhalten, müssen Studierende der NCU ihr Studium selbst finanzieren.

Am Folgetag besuchten die Partner die Frauenklinik an der Universitätsmedizin Mannheim. Dort stellte Professorin Dr. med. Barbara Filsinger, die sowohl an der HWG LU tätig ist als auch als Oberärztin das Mutter-Kind-Zentrum an der UMM leitet, gemeinsam mit den Hebammen Maja Seebach und Viktoria Bender die Geburtshilfe der UMM vor. Dort wird in Kürze das Konzept des hebammengeleiteten Kreißsaals eingeführt, das bereits in einigen Kliniken in Japan existiert.

„Es waren insgesamt zwei erfolgreiche Tage, auf die wir mit Freude und Zuversicht auf zukünftige Kooperationen zurückblicken.“, bilanziert Michaela Michel-Schuldt, Professorin für Hebammenwissenschaft den Besuch der japanischen Gäste.

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Auch ein gemeinsamer Besuch der Skills Labs stand auf dem Programm. (Bild: HWG LU)

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