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18-Spektrum-Juni2015

12 Alfred J. Koch gehörte zum ersten Studierendenjahrgang der 1965 gegründeten Hochschule Ludwigshafen, die damals noch „Staatliche Höhere Wirtschaftsfachschule Ludwigshafen“ hieß. Nach seinem Abschluss als graduierter Betriebswirt stieg er in die Pharmabranche ein, übernahm bereits mit 26 Jahren Führungs- aufgaben und gelangt mit 30 in die General Management Ebene bei der MERCK AG. Nach verschiedenen Führungspositionen in Brasilien, Südafrika, USA und der Schweiz trug er als Direktor – Senior Vice President Supply Chain Pharma und Mitglied im Pharma Ethical Management Board schließlich Verantwortung für alle Produktions- und Lagerstätten im Ausland. Heute ist Koch seit seiner Pensionierung Präsident des Golfclubs Bensheim und Mitglied im Aufsichtsrat der Bayoonet AG, Darmstadt. „Spektrum“ sprach mit ihm über seine eindrucksvolle Karriere und seinen Blick auf die Hochschule von damals und heute. SpektrumInterview mit Alfred J. Koch Senior Vice President (pensioniert) der MERCK Gruppe in Darmstadt, heute Präsident des Golfclubs Bensheim und Aufsichtsratsmitglied der Bayoonet AG Mutig sein, aber mit Augenmaß Sie gehören zum Gründungsjahr- gang der „Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule Ludwigs- hafen“ und fühlen sich der Hoch- schule bis heute verbunden. Was ist der Grund dafür? Die im Oktober 1965 gegründe- te HWF Ludwigshafen hat mir – im mittelbaren Anschluss an eine kaufmännische Lehre – die Möglichkeit eines BWL-Studiums eröffnet. In der exportorientierten Pharmabranche waren Mitarbei- ter mit betriebswirtschaftlichem Studium damals noch eine Selten- heit. Neben glücklichen Umstän- den verdanke ich meine Karriere diesem Studium an der damals neugegründeten HWF Ludwigs- hafen, die heute ohne ein akademi- sches Studium nicht mehr so ohne weiteres möglich ist. Die Tatsache, dass ich als „guter Absolvent“ die Prüfung an der HWF bestand, war auch auf die fast intime At- mosphäre – wir waren damals nur 30 Studierende im Anfangs- semester – und die Dedikation der meisten Dozenten zurückzufüh- ren. Es machte Spaß, in diesem sehr persönlich geprägten Umfeld Leistung zu zeigen. Dass man mit einer Institution, die den Verlauf des beruflichen Lebens weitgehend geprägt hat, verbunden bleibt, ist selbstverständlich. Waren Sie seit Ihrem Abschluss noch einmal an Ihrer ehemaligen Hochschule? Die Kontakte mit der FH Ludwigs- hafen nach dem Examen waren infolge meines fast 20-jährigen Auslandsaufenthaltes zwangsweise eher spärlich. Vereinzelte Treffen mit wenigen, ehemaligen Kom- militonen blieben die Ausnahme. Mit Werner Bozung, Kommilitone des ersten Semesters und beruflich als erfolgreicher Wirtschaftsprüfer tätig, verbindet mich bis heute eine enge Freundschaft. Nach meiner Rückkehr Anfang 2001 erhielt ich eine Einladung von Professor Kro- nenberger zu einem Gastvortrag über Lateinamerika. Dort habe ich Herrn Koch, meinen ehemaliger VWL-Dozenten, getroffen. Ich habe mich sehr über dieses Wie- dersehen gefreut und wir haben natürlich über die „alten Zeiten“ gesprochen. Das war sehr anre- gend für mich. Und im letzten Jahr hat mich Professor Weinmann als Überraschungsgast zum Profes- sorenmittagstreff mitgenommen. Daraus entstand der Kontakt, der zu diesem Interview führte. Hat sich seither viel verändert? Und: Wie beurteilen Sie diese Ver- änderungen? Mein Eindruck ist, dass sich nach 40 Jahren fast alles verändert hat. Zunächst einmal ist der Ausbil- dungsrahmen einer FH heute we- sentlich umfangreicher und diffe- renzierter, das FH-Studium ist fest etabliert im Kanon des deutschen Bildungswesens und die Absolven- ten sind gesucht und müssen nicht erst erklären – wie damals – was sie (vielleicht) können. Die Anfänge der HWF in der Mundenheimerstraße, im Eck- zimmer neben dem Büro des da- maligen Direktors, Bernd Braun, und die heutige Einrichtung auf dem Campus in der Ernst-Boehe- Straße mit 4.400 Studierenden, die vorhandenen Mittel, Räumlich- keiten, der Einsatz der modernen Kommunikationsmöglichkeiten et cetera lassen überhaupt keinen Vergleich zu. Ich war sehr von der dynamischen Entwicklung der Hochschule Ludwigshafen über- rascht. Meinen Glückwunsch! Sie haben es weit gebracht. Welche Erfahrungen aus Ihrer Studienzeit haben Ihnen beson- ders geholfen? TITEL: Alumni

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